Ertrag: Wie viel gramm bringt eine Hanfpflanze Indoor?

Ertrag: Wie viel gramm bringt eine Hanfpflanze Indoor?

Faktoren, die deine Erntemenge beeinflussen

Bestimmt hast du dich schon einmal gefragt, wie Angaben auf der Verpackung von Cannabissamen von z.B. 550 g/m² zustandekommen? Tatsächlich spielen hier unterschiedliche Faktoren eine Rolle, wie Umgebungsbedingungen (Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Lichtmenge / Lichtintensität), die Nährstoffgabe, die Genetik und die Pflege deiner Pflanzen. Auch die Größe deines Pflanzbehälters und die Art, wie du deine Pflanzen wässerst, wird Einfluss auf die zu erntende Cannabismenge haben.

Um einen Vergleichswert zu schaffen, wird das Gewicht des Ertrags von Cannabispflanzen im trockenen Zustand ermittelt. Bitte beachte, dass frisch geerntete Cannabisblüten in etwa 75 % Feuchtigkeit enthalten, welches während des Trocknens und Aushärtens verdunstet. Bedenke, dass der Ertrag stark variieren kann, je nachdem ob du im Innenraum oder im Freien anbauen möchtest.

Die Lufttemperatur und -feuchtigkeit

Die Wahl der richtigen Lufttemperatur und -feuchtigkeit können wichtiger sein, als du denkst. Idealerweise sorgst du dafür, dass deine Jungpflanzen während der Wachstumsphase genügend Luftfeuchtigkeit (ca. 70 % RLF) und Temperatur (24 – 26 °C) zur Verfügung haben. Während der Blütephase darf die Temperatur auf 22 °C sinken, was deine wertvollen Terpene und Cannabinoide in den Trichomen bewahrt. Auch die relative Luftfeuchtigkeit sollte in dieser Phase auf etwa 50 % gesenkt werden, um Schimmel in deinen Buds zu vermeiden.

Die Lichtmenge

Auch das richtige Licht (z.B. LED, HPS, CFL) ist mit ausschlaggebend, wie hoch die Erträge deiner Ernte ausfallen werden, die benötigte Lichtintensität kann von Genetik zu Genetik variieren. Achte beim Kauf deiner LED darauf, welche Werte die LED hat und ob sogenannte PPFD Plots verfügbar sind. Auf diesen kannst du sehen, wie sich die Lichtverteilung und -lenkung in einem vorher festgelegten virtuellen Raum gestaltet. Auch kannst du dort sehen, ob Hotspots vorhanden sind. Hotspots sind, wie der Name schon vermuten lässt, Zonen unter deiner LED Lampe, an denen es wegen einer Bündelung von Photonen sehr heiß wird. Wenn ein Teil deiner Pflanze in einer solchen Zone steht, droht dieser zu verbrennen. Umso höher die Qualität einer LED und umso mehr Aufwand bei der Entwicklung investiert wurde, desto besser ist im Normalfall die Lichtlenkung und -verteilung und desto unwahrscheinlicher ist es, dass solche Hotspots existieren.

Erträge steigern durch CO2

Eine Möglichkeit, deine Ernte-Erträge zu steigern, ist es deinem Grow Room zusätzlich CO2 zuzuführen. Mit der zusätzlichen Versorgung mit CO2 kannst du deine Erträge bis zu 30 Prozent erhöhen. Beachte dabei aber, dass es wichtig ist, dass diese Art der Ertragssteigerung das Ergebnis von mehreren Faktoren ist, die alle aufeinander abgestimmt sein sollten. Wenn du CO2 in dein Zelt zuführst solltest du auch daran denken dass deine Pflanze nun sowohl etwas höhere Temperaturen wie auch mehr Licht benötigen um von dem CO2 profitieren zu können und dies in höhere Erträge umzuwandeln.

Co2 wird in ppm gemessen, diese Angabe steht für parts per million. Je nach Cannabis Sorte und Set-up ist die optimale Zufuhr für Co2 zwischen 1500 und 3000 ppm. Es gibt verschiedene Varianten CO2 zuzuführen. Um sich an die optimalen Werte zu halten, benötigst du auf jeden Fall bestimmtes Zubehör. Bitte beachte, dass nur CO2 allein nicht ausreicht, um den Ertrag zu steigern. Auch hier gilt nur, wenn alle Faktoren zusammen spielen, kann die Pflanze ihre Blüten optimal ausbilden. 
Foto von Flüssigdüngern für Pflanzen

Die Nährstoffe in der Cannabiszucht

Deine Pflanzen benötigen, genau wie wir Menschen, Nährstoffe, um am Leben zu bleiben und wachsen zu können. Je nach Lebensabschnitt kann die Zusammensetzung dieser Nährstoffe variieren. Um den Überblick nicht zu verlieren, hilft dir beim Düngen deiner Pflanze ein sogenanntes Düngeschema.

Welche Nährstoffe benötigt deine Pflanze in der Wachstumsphase?

Besonders viele Nährstoffe benötigt deine Pflanze während der Wachstumsphase. Das hängt damit zusammen, dass die Pflanze während dieser Phase noch Biomasse in Form von Blättern, Zuwachs an Höhe und Ausbilden der Wurzelmasse aufbaut. Grundsätzlich benötigt die Cannabispflanze während der vegetativen Phase mehr Stickstoff. Hilfe hierzu findest du auf dem Düngeschema deines Düngerherstellers.

Welche Nährstoffe benötigt deine Pflanze in der Blütephase?

Während der Blütephase verändern sich die Anforderungen der Pflanze bezüglich Nährstoffen ausschlaggebend. Sie benötigt nun nicht nur weniger Dünger, sondern auch andere Düngestoffe. Während die Pflanze in der vorangegangenen Wachstumsphase mehr Stickstoff benötigt hat, braucht sie jetzt mehr Phosphor und Kalium. Bitte beachte, dass nur mit der optimalen Düngung die Blütenbildung massiv unterstützt und dein Ertrag vergrößert werden kann.

Die Genetik

Von Grund auf unterscheiden wir zwei Cannabis-Genetiken, welche auch unterschiedliche Wuchseigenschaften an den Tag legen: Sativa und Indica. Bestimmt hast du diese zwei Begriffe schon einmal gehört – hier erklären wir dir im Detail, was es damit auf sich hat und warum die Wahl der richtigen Genetik Einfluss auf deine Erntemenge hat.

Indica und Sativa

Bestimmt sind dir bei der Wahl von Cannabissamen schon die Indica und Sativa Angaben auf der Verpackung oder dem Produkttext aufgefallen. Aber was hat es damit auf sich?

Indica Cannabis Pflanzen wachsen meist buschiger und gedrungener bei kräftigerer Statur; auch sind die Finger der Blätter meist breiter als bei Sativa-Genetiken. Dadurch nehmen sie weniger Platz ein und sind oft die erste Wahl, wenn es um den Indoor-Anbau geht.

Sativa Genetiken sind höher wachsend, können bei gutem Training und unter den optimalen Bedingungen beträchtliche Mengen Cannabis produzieren. 

Ruderalis

Ruderalis ist eine wilde und automatisch blühende Cannabis-Art. Bereits wenige Wochen nach der Keimung beginnen die Pflanzen, Blüten zu bilden, während sie weiter wachsen. Sie neigen dazu, eher kleinbleibend zu wachsen und es wird die Art unterschieden und ihre Varietäten in den Eigenschaften des Blütenwachstums. Ruderalis Pflanzen wurden zu den Sativa und Indica Sorten gekreuzt, um die heute bekannten Autoflower Pflanzen zu bekommen.

Autoflower Pflanzen bringen weitaus geringere Erträge als Indica oder Sativa Pflanzen, jedoch kannst du aufgrund ihrer kürzeren Wachstums- und Blütezeit mehrere Ernten im Jahr machen und kommst so am Ende auch auf eine ähnlich hohe Ertragsmenge.

Fazit

Es ist wirklich schwierig, von Anfang an einzuschätzen, wie viel Ertrag dir deine Cannabis Pflanze bringt, da wie oben beschrieben sehr viele Faktoren zusammen spielen. Wie bei Allem ist dies eine Sache der Erfahrung und wie heißt es so schön? Alle Wege führen zum Grow.