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Cannabis Samen keimen lassen
Inhaltsangabe
In diesem Beitrag erfährst du, welche Tipps und Tricks es gibt, wenn du die besten Keimraten erzielen möchtest und wie du daraus die schönsten und besten Cannabis Pflanzen daraus wachsen lassen kannst. Das Thema Cannabis Samen keimen lassen hört sich für viele komplizierter an, als es letztendlich ist. Denn deine Cannabis Samen benötigen zum Keimen ausschließlich Wasser, die passende Temperatur und genügend Sauerstoff.
Wie lange brauchen Cannabis Samen zum keimen
Vorausgesetzt die Luftfeuchtigkeit ist passend, werden deine Cannabis Samen innerhalb von zwei bis sieben Tagen keimen, wenn die Temperatur zwischen 21°C und 28°C liegt. Höhere Temperaturen können die Entwicklung der Jungpflanze nachhaltig beeinträchtigen. Zuerst platzt die Schutzhülle auf, es erscheint ein kleiner weißer Spross, auch Keimwurzel genannt. Danach bilden sich die Keimblätter, welche oval und noch nicht gezackt sind. Da es unterschiedliche Möglichkeiten zum Keimen deiner Cannabis Samen gibt, werden wir dir hier eine der beliebtesten aufzeigen:
Unterschiede bei der Vorgehensweise
Bei der Wasserglasmethode weichst du deine Cannabis Samen über Nacht in einem mit Wasser gefüllten Glas oder einer Tasse ein. Bitte achte darauf, dass eine Einweichzeit von 24 Stunden nicht überschritten wird, da dein Saatgut ansonsten an Sauerstoffmangel leidet und Fäulnis einsetzt.
Wenn du deine Cannabis Samen eingeweicht hast, sind sie bereit, in einen Pflanzwürfel oder eine lockere Kräuter- und Aussaaterde gesetzt zu werden. Alternativ kannst du auch eine schwach vorgedüngte Erde, z.B. Light Mix nutzen. Nun bringst du die Samen an einen warmen Ort und legst sie dort in ein feuchtes Papiertuch, falls du dich nicht entschieden hast, sie direkt in einen Pflanzwürfel zu geben oder sie einzutopfen. Die Temperatur sollte 21°C nicht unterschreiten, aber auch nicht über 28°C liegen.
Hanfsamen keimen lassen – Licht oder Dunkelheit
Im Papiertuch sollten die Keimlinge in aufrechte Position gebracht werden. Dies stellt sicher, dass überschüssiges Wasser nach unten ablaufen kann und die Keimwurzel auch nach unten wächst, denn der Samen orientiert sich am Gravitationsfeld der Erde. Auch schadet dem Sämling in diesem Stadium Licht, deshalb solltest du ihn dunkel stellen. Stelle bitte sicher, dass du das Tuch täglich befeuchtest, damit der Keimling nicht austrocknet. Wichtig ist auch, dass du weiterhin auf gute Drainage achtest. Trotz leichter Nährstoffreserve aus dem Samen kannst du eine (sehr) leichte Düngermischung verabreichen, damit sich dein Sämling schneller und besser entwickelt. Denk bitte daran, weniger ist oft mehr, vor allem in diesem empfindlichen Lebensabschnitt deiner Pflanze.
Wenn du den weißen Spross sehen kannst, ist es an der Zeit fürs Einsetzen. Pass dabei auf die empfindliche Wurzel auf, indem du behutsam mit ihm umgehst. Setze den Keimling bitte nicht zu lange hellem Licht oder der Luft aus. Die Wurzel muss nach unten zeigen. In dieser Position gibst du den Keimling nun in einen befeuchteten Pflanzwürfel. Dieser sollte gleichmäßig feucht gehalten werden, um das Austrocknen des Sämlings zu verhindern.
Eintopfen ins Substrat
Wenn die ersten Wurzelhärchen aus dem Pflanzwürfel ragen, pflanzt du diesen samt Jungpflanze in einen Topf mit Erde ein. Von nun an kannst du mit einer stark verwässerten Düngerlösung gießen. Auch schaltest du zu diesem Zeitpunkt deine Lampe ein, jedoch auf niedrigster Stufe, denn die Pflanzen betreiben in diesem Stadium noch keine Photosynthese, sondern nutzen das Licht lediglich, um den Unterschied zwischen Tag und Nacht zu erkennen. Die passende Beleuchtungsdauer in dieser Phase beträgt 18 Stunden Tag und 6 Stunden Nacht pro Tag.
Wenn du mit einem Mini-Gewächshaus arbeitest, sorgst du damit für eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. Dies verschafft deinen Jungpflanzen in diesem empfindlichen Lebensabschnitt einen deutlichen Vorteil, da diese über die noch nicht stark ausgebildeten Wurzeln nur wenig Wasser aufnehmen können. Dank Gewächshaus verlieren deine Jungpflanzen nicht so viel Feuchtigkeit über die Blätter. Außerdem bleibt mit einem Mini-Gewächshaus die Temperatur stabil, was die Entwicklung deiner kleinen Ladys begünstigen wird. Vergiss bitte nicht, dass du in diesem Fall seltener gießen musst, weil die Feuchtigkeit nicht entweichen kann.
Wenn der Spross aus dem Pflanzwürfel kommt, solltest du die kleinen Lüftungsschlitze auf der Oberseite deines Mini-Gewächshauses nach und nach öffnen, damit sich die Jungpflanze besser an die zukünftigen Gegebenheiten gewöhnen kann. Auch beugst du so gegen die sogenannte Umfallkrankheit vor, bei der die Pflanze bei einer Verkettung von verschiedenen Prozessen von Pilzen befallen wird und letztendlich abstirbt, bevor sie je richtig gewachsen ist.
Nützliche Infos
Wenn du nun noch eine Heizmatte (mit Thermostat) einsetzt, kannst du Cannabis Samen wie ein Profi keimen lassen. Dies verringert die benötigte Zeit und sorgt für gesündere, kräftigere Jungpflanzen. Die optimale Substrattemperatur beträgt 24°C bis 26°C bei 21 °C Lufttemperatur.
Sollten deine Jungpflanzen sehr hoch wachsen, ohne ein neues Blattpaar auszubilden, spricht man von Geilwuchs (verlängerter Internodienabstand). In diesem Fall reicht die Lichtleistung nicht aus oder die Anzuchtlampe hat zu viel Abstand zur Pflanze. Verringere den Abstand zur Lampe oder gib deinen Pflanzen mehr Lichtleistung, um diesem Effekt entgegenzuwirken.
Der Umgang mit der Jungpflanze
Nachdem die Keimblätter aus deiner Jungpflanze gewachsen sind folgt das erste Blattpaar, das gezackt und somit pflanzentypisch ist. Der Vorgang bis hierher dauert etwa 3 bis 4 Wochen. Wundere dich nicht, falls deine Pflanze anfangs nicht so viele neue Blätter bildet – der Schein trügt, denn sie breitet in dieser Zeit vermehrt ihre Wurzeln im Substrat aus. Achte weiterhin darauf, deine Pflanze nicht zu überwässern, aber lass sie auch nicht vertrocknen. Wenn die Erdoberfläche nach 2 cm leicht angetrocknet ist, ist es Zeit zum Gießen. Im Idealfall nutzt du als Gießmenge ca. 10 % des Topfvolumens.
Wenn deine Cannabis Pflanze schnell an Biomasse zulegt und neue Blätter bildet, ist die Sämlingsphase abgeschlossen und deine Pflanze geht in die vegetative Phase über.